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Ratgeber Asthma

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NEUES AUS DER FORSCHUNG

Interview mit Professor Dr. Karl-Ludwig Resch

Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Leiter des Deutschen Institutes für Gesundheitsforschung hat die Wirkung wohnortferner Kuren untersucht.
Dazu hat das Institut Ärzte (Hausärzte, Badeärzte, Fachärzte und Psychiater) mit der Delphi-Methode systematisch und mehrstufig befragt.

Redaktion:
Herr Prof. Resch, warum war diese Studie notwendig?

Prof. Resch:
Natürlich beobachten Badeärzte am Kurort, dass sich während des Aufenthalts der Gesundheitszustand meistens ganz erheblich verbessert. Es gibt aber keine Studien, ob das von längerer Dauer ist – eine essentielle Voraussetzung, dass die Krankenkassen auch weiter „Maßnahmen am anerkannten Kurort“ bezahlen dürfen. Diese mit modernen wissenschaftlichen Techniken durchgeführte Studie sollte ein repräsentatives und verlässliches Bild davon zeichnen, was die Erfahrungen der behandelnden Ärzte zu Hause ist.

Redaktion:
Welche Erkenntnisse lassen sich aus Ihrer Untersuchung ziehen?

Prof. Resch:
Die Ärzte können sehr genau sagen, bei welchen Erkrankungen der Kurort als therapeutischer Ansatz „die Nase vorn hat“. Gerade für die Indikationen, die in Bad Reichenhall behandelt werden, empfehlen die Experten eine wohnortferne Behandlung!.
So befürworten Ärzte zu 90 Prozent eine Kur beziehungsweise „Luftveränderung“ bei Erkrankungen der Atemwege, bei Allergien, Hauterkrankungen und psychosomatischen / psychosozialen Problemen.

Redaktion:
Aber warum sollte man sich für eine wohnortferne Kur entscheiden?

Prof. Resch:
Unsere Studie hat ergeben, dass der Erfolg einer Kur sowohl von einem gewissen Bedarf an Abstand vom gewohnten Lebensumfeld (Alltagsprobleme, soziales Umfeld, Familie, Partnerschaft, Beruf) abhängig ist, wie auch von einer inneren Bereitschaft und Haltung, die dazu beiträgt, sich neuen Angeboten (Gruppe, Begegnungen, Therapie) zu öffnen. Dieser Abstand vom Alltag führt bei vielen Kurenden erst dazu, sich auf neue Erfahrungen einlassen zu können.

Redaktion:
Was bedeutet das für das Bayerische Staatsbad Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain?

Prof. Resch:
Die Bad Reichenhaller Heilmittel AlpenSalz, AlpenSole, Naturmoor, Latschenkiefer, Laist und das AlpenKlima leisten einen hohen Beitrag zur Gesundung. Besonders bei Asthma, Erkrankungen des Bewegungsapparats, COPD und Neurodermitis, bewerten die Ärzte den Beitrag der ortsgebundenen Heilmittel als sehr hoch.

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